
Spezielle Panoramafotografie
Die spezielle oder auch spezifische Panoramafotografie setzt meiner Meinung dort an, wo das Raster oder die Stufen des (Manfrotto MH057A5) Panoramakopfes zu klein werden. Das heisst, dort wo der Panoramakopf mit seinen 72 Rastern (5 Grad) nicht mehr greift, oder besser gesagt nicht mehr einrastet, um die Arbeit zu erleichtern. Das ist zwischen den Brennweiten 200 mm und 300 mm in der Hochformatsvariante. Ab da ist man dann - wenn man so will - im fotografischen „Freiklettern“ unterwegs und muss sich das „Raster“ selber suchen. Und das wird mit zunehmender Brennweite schwieriger. Das 300mm Objektiv hat noch ca. 7 Grad Winkel im Horizontbereich und im Vertikalformat etwas über 4,6 Grad. Beim der Anwendung eines 400 mm Objektives sind es dann nur noch 5 Grad bzw. 3,3 Grad Winkel, beim 600mm bei 3,4 Grad/2,3 Grad und bei beim 800 mm Superteleobjektiv nur mehr 2,6/ bzw. 1,75 Grad im vertikalen Bereich. Gerade bei 600 mm bzw. 800 mm kommt zum engen Winkel noch die Gefahr der Verwackelung. Es müssen immer kürzere Belichtungszeiten angewendet werden um auch alle Bilder wirklich scharf zu bekommen. Man kommt in einen technischen Zielkonflikt von Belichtung und ISO-Erhöhung. Meiner Meinung ist die Verwendung des 800 mm Objektives -
in meinem Fall das Nikkor AF-S 800mm f/5.6E FL ED VR - die längste Brennweite die noch sinnvoll ist. Canon hätte noch ein 1200 mm Supertele, aber dort beginnt die Öffnung bereits bei f8. Wer dort eine Stufe abblendet und das ist notwenig, denn sonst erreicht man keine umfangreiche Schärfe, noch brauchbare Ergebnisse liefert, ist für mich ein überirdischer Held! Vom Leica APO-Telyt-R 5,6/1600mm von Zeiss ganz zu schweigen. Dort könnte man zwar abblenden, aber da müsste schon der Scheich Saub Bin Mohammed al-Thani mit 2 Trägern anreisen.



