

Die Anfänge
Alles begann in den späten 1960er Jahren vor der Kamera. Irgendwann hat mein Vater Erwin Thurnher (1922-1971) mich dann als "Assistent" eingesetzt und nach der Arbeit durfte ich mir auch mal stolz seine Leica umhängen...
Er nahm mich immer öfters mit bei seinen Ausflügen in die Berge Vorarlbergs. Aber auch bei einigen seiner Auftragsarbeiten, die er für Zeitungen und Journale erledigte, war ich mit dabei. Wir waren ein tolles Team und die Erlebnisse sind bis heute für mich unvergessen.
Jahre nach dem frühen und plötzlichen Tod meines Vaters, habe ich seine Fotoausrüstung bei unseren Fussballspielen (F.C. Adler 78) erstmals eingesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass der Umgang mit Sucherkameras gelernt werden muss und vieles sehr abstrakt funktioniert, besonders wenn es darum ging, Teleobjektive einzusetzen...


Lange Brennweiten
Die Faszination für sogenannte gestauchte Perspektiven geht bei Hanno Thurnher weit zurück - bis zu den Ausflügen mit seinem Vater in die unterschiedlichen Regionen Vorarlbergs: Erwin Thurnher (1922-1971) hatte bei seinen Wanderungen mit seinem Sohn, neben seinen zwei Leica´s, immer auch ein hochwertiges Fernglas dabei. Als Hanno Oskar das erste Mal bewusst durchsieht, ist er fasziniert von der optischen Wirkung! Das Bild ist "gestaucht", alles ist nah und auf einer Ebene - leichte Unschärfe im Hintergrund und gestochen scharf das ausgewählte Motiv - was für ein Erlebnis für den 4-jährigen Hanno Oskar! Diese Bilder werden ihn nicht mehr loslassen...
Bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck 1976 wird während den Sprungbewerben auf der Bergisel Schanze, von den Kommentatoren immer wieder erwähnt, dass die Bilder bei der Landung der Schispringer im Fernsehen, im Verhältnis zu den realen Verhältnissen, viel flacher erscheinen. Daraufhin baut der 11-jährige Thurnher mit vier dehnbaren Lego-Platten die Form der Schanze nach und nimmt den Universalsucher Sucher der Kamera seines - damals schon verstorbenen Vaters - und blickte - (verkehrt) schräg von hinten auf den Auslauf der „Schanze“ und stellt genau dieses Phänomen erstmals bewusst fest!
Bei Fußballspielen im nahen Garten verfolgt er in kurzen Verschnaufpausen das Spiel seiner Freunde mit dem Fernglas und will solche Perspektiven auch fotografisch ablichten. Doch mit damaligen Sucherkameras ist die Sache schwer zu machen. Erst als er in späteren Jahren eine Spiegelreflexkamera kauft, mit einem Spiegel-Teleobjektiv dazu, kommen die ersten "wackeligen" Ergebnisse zustande. Es ist aber noch ein langer Weg zu brauchbaren Ergebnissen....


Text in Vorbereitung